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Damit wir nicht vergessen...

  • Autorenbild: Frank
    Frank
  • 7. März
  • 4 Min. Lesezeit

Der Tod ist ein Bestandteil unseres menschlichen Lebens. Ein berühmter Pastor in den USA sagte mal: "Seid euch bewusst, wir kommen hier nicht lebend heraus". Wir leben leider in einer Zeit, wo der Tod nur sichtbar wird, wenn man an Friedhöfen vorbeigeht oder eine Beerdigung sieht. Gerade gestern fuhr ich an einer Kirche vorbei, wo Männer und Frauen schwarz gekleidet herauskamen und jemand, den ich nicht kannte, beerdigt wurde.

Seit dem Sündenfall ist der Tod unser ständiger Begleiter. Eine Folge von menschlichem Versagen und dem gerechten Urteil darüber von unserem Schöpfer.


Friedhöfe werden nicht gerne besucht, da sie uns immer wieder an etwas errinern, was die meisten meiden wollen.
Friedhöfe werden nicht gerne besucht, da sie uns immer wieder an etwas errinern, was die meisten meiden wollen.

Leider kommt der Tod nicht immer nach einem langen Leben, wie es sich viele wünschen. Häufig auch kommt der Tod in jungen Jahren und unerwartet. Diese Situationen sind immer tragisch für die Familie, für die Freunde und letztlich für alle.


Was macht die Gesellschaft damit? Wir verdrängen den Tod. Wir erwarten ihn nicht und leben so als, ob er nicht existiert. Die meisten Menschen sind auch nicht bereit dafür. Früher war das Thema allgegenwärtig auch auf Grund der hohen Sterblichkeitsrate, aber mittlerweile durch einen anderen Lebensstandard hat sich auch unser Verhältnis mit Krankheit und Tod geändert.

Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin. Psalm 90,10

Was der Psalmist beschreibt, ist die Realität damals wie auch heute. Wir beschäftigen uns lieber mit anderen Dingen und nicht mit dem was auf alle wartet. Trotz vieler Jahre an Erfahrung werden wir doch nicht weise. Obwohl der Tod immer doch alle betrifft und wir danach vor Gott stehen werden (Hebräer 9,27), sehen viele keine Notwendigkeit sich damit auseinandersetzen.

Christen jedoch sehnen der Ewigkeit, die Zeit nach dem Tod, entgegen. Wir wissen das mein Bestehen vor einem heiligen Gott aus mir allein nicht möglich ist. In Jesus haben wir die Hoffnung und Sicherheit auf eine Gerechtigkeit und einer Heiligkeit, die allein vor Gott zählt. Aus Gnade können wir dieses Geschenk annehmen. Und wenn das der Fall ist, dann brauchen wir auch keine Angst vor dem Tod zu haben.


Bedeutet das aber, dass Christen den Tod sich wünschen? Nein, ich denke nicht. In meiner Schulzeit hatte ein Klassenkamerad sehr damit zu kämpfen, dass Christen scheinbar so viel Freude bei einer Beerdigung haben konnten. "Warum feiert ihr den Tod so?" fragte er sich. Das mag von außen so aussehen, aber es ist keine Verdrängung der Trauer. Wir trauern auch, aber wir wissen das mit dem Tod nicht alles zu Ende ist.


Die Wahrheit ist, dass wir uns freuen in der Gemeinschaft mit Jesus zu sein. Für uns selbst und für andere ebenso. Paulus schreibt an die Philipper:

Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. Philipper 1,21

Die Zeit auf dieser Erde ist kurz. Für jeden. Für Christen ist jedoch das Sterben ein Gewinn, etwas worauf es sich zu freuen lohnt. Warum ist das so? Wenn wir in die Gemeinschaft mit Jesus kommen, wirkt alles andere wie ein kurzer Augenblick. Bis Gott uns zu sich ruft, dürfen wir unser Leben für ihn leben. Das bedeutet Menschen auf den Tod hinweisen, auf die Begegnung mit Gott vorbereiten, das Evangelium weitergeben. Zusammengefasst unseren Nächsten lieben.


Jesus' Worte an Martha geben uns Trost und Zuversicht, wenn wir mit dem Tod auseinandergesetzt sind:

Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; Johannes 11:25

Das ist der Gewinn, den Paulus meint. Wer an Jesus glaubt, wird leben auch wenn er stirbt. Menschen, wie Charlie Kirk, haben daran geglaubt. Sie lebten ein Leben für Jesus, sie sprachen die Wahrheit in einer dunklen Welt aus. Wenn nun tragische Ereignisse, wie die aus der letzten Woche stattfinden, dann sind auch Christen voller Trauer und auch entmutigt.


Das ist auch verständlich. Ich bin selbst erstaunt, wie sehr mich das mitnimmt. Obwohl ich ihn nicht kannte, obwohl ich kaum von ihm gelesen oder gehört habe, bin ich voller Trauer. Weil es ein Verlust ist. Für seine Frau, für seine Familie, für seine Freunde und letztlich auch für die Welt. Unsere Trauer ist so groß, weil Charlie hier eine Lücke hinterlässt.

Er nimmt nun seinen Platz ein, den Gott seit Grundlegung der Welt vorbereitet hat. Sein Leben wurde genommen, seine Krone kann keiner nehmen.


Für uns, die wir noch auf der Erde sind, stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen. Bei allen Gedanken, die uns nun bewegen, dürfen wir unser Handeln nicht nach weltlichen Maßstäben richten. Ich bete, dass die Lücke, die Charlie hinterlässt, als Licht in dieser Welt hundertfach von anderen Christen gefüllt wird. Das Christen den Mut haben in einer dunklen Welt das Licht Gottes leuchten zu lassen. Tod, Trauer und Verluste sind in dieser Welt da und passieren weiterhin. Wir freuen uns nicht darüber, aber sie sind auch da damit wir nicht vergessen worauf es wirklich ankommt.


 
 
 

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